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Weltwirtschaft 2024: Punktuell schon Postwachstum?

Die Weltwirtschaft wuchs im Jahr 2024 moderat. Nach vorläufigen Berechnungen des Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW) steigerte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) global um 3,2 Prozent. Für das Jahr 2025 – und auch 2026 – sind die Prognosen nicht wesentlich anders: Die weltwirtschaftliche Expansion soll 3,1 Prozent betragen.


Im abgelaufenen Jahr erzielte die Gruppe der entwickelten Länder einen BIP-Zuwachs von 1,6 Prozent. Dabei ragten die USA mit einem Wachstum von 2,8 Prozent heraus. Weit dahinter rangierte die EU mit 0,9 Prozent. In Deutschland – wie auch in Japan – schrumpfte die Wirtschaft um 0,2 Prozent. Beide Länder sind unter den großen Volkswirtschaften die Schlusslichter, wenngleich in Österreich die Kontraktion (-0,9 %) noch kräftiger war. Auch perspektivisch sind die von den IfW-Konjunkturexperten nach unten korrigierten Schätzungen des Wachstums in Deutschland für 2025 mit plus 0,1 Prozent weiterhin schlecht.

In der Schwellenländer-Gruppe war die Heterogenität wie immer groß: In China war die wirtschaftliche Dynamik mit 4,9 Prozent schwächer als erwartet. In Lateinamerika wuchs die Wirtschaft um weniger als 2 Prozent.

2024 war die Inflation in den ersten drei Quartalen, insbesondere aufgrund sinkender Energiepreise, deutlich rückläufig. Allerdings kehrte sich dieser Disinflations-Prozess im vierten Quartal um. Von September bis November kletterte die Teuerung in den USA von 2,4 auf 2,7 Prozent, in der Eurozone von 1,7 auf 2,2 Prozent. Damit ist die Inflationsrate im Euroraum zwar näher an der Zielgröße der Zentralbanken (2 %) als in den USA. Jedoch blieb die Kerninflation (ohne Nahrungs- und Energiepreise) seit September konstant zu hoch, in den USA betrug sie 3,3 Prozent, im Euroraum 2,7 Prozent.

Die Notenbanken senkten auch im vierten Quartal die Leitzinsen. Die EZB, die ihre Zinswende bereits im Juni einleitete, reduzierte im Jahr die Zinsen viermal. Die US-Notenbank Fed, die erst im September folgte, dreimal. Ende 2024 waren die Einlagefazilität der EZB mit 3 Prozent und die Untergrenze des Fed-Leitzinsbandes mit 4,25 Prozent einen Prozentpunkt tiefer als zu Beginn des Jahres.

Bildrechte: freepik/dmytroalchernykov

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